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Mein Schreibjahr 2014 und der Ausblick auf 2015

Es ist diese Zeit der Jahresrückblicke und daher auch Zeit für mich einen kritischen Blick auf mein Schreibjahr 2014 zu werfen.

2014 war kein gutes Schreibjahr, denn …

  • … ich habe die 200.000 Wort-Challenge nicht geschafft.
  • … an fiktionalen Texten bin ich genau Null weitergekommen.
  • … ich habe viel weniger gebloggt, als ich wollte und sollte.

2014 war ein gutes Schreibjahr, denn …

  • … ich konnte mir neue Kanäle erschließen und mein Themenspektrum erweitern.

 200.000 Word Challenge

Anfang des Jahres ließ ich mich dazu hinreißen, an der 200.000 Word Challenge, (oder auch dem 500 Word Snatch) der Second Life-Autorencommunity Milk Wood teilzunehmen. Das Ziel habe ich verfehlt. Also … vermutlich. Genau kann ich es nicht wissen. Denn irgendwann im Frühjahr wurde alles viel zu stressig und ich verschob die Aufgabe, meinen täglichen Wordcount in das Formular einzutragen, auf morgen. Und wieder auf morgen. Den Überblick wieviel genau nachgetragen werden müsste, habe ich wohl innerhalb ein oder zwei Wochen komplett verloren und irgendwann ergab auch der Versuch, es nochmal zusammenzutragen, keinen Sinn mehr.

An den meisten Tagen besteht meine Arbeit auch hauptsächlich darin, das Schreiben vorzubereiten. Also Recherche, Tests, Outlines und anderes. Dann wieder, schreibe ich an einem oder zwei Tagen das Pensum von 10 Tagen herunter. Aber da ich nicht mehr objektiv nachvollziehen kann, wieviel genau ich geschrieben habe, zähle ich die Challenge als verloren.

Prioritäten

So gerne ich mehr fiktional schreiben würde, ich habe meine beruflichen Hüte klar priorisiert:

  1. bezahltes (heisst beauftragtes) Schreiben
  2. Studium
  3. zusätzliches Standbein mit Content-Blogs aufbauen
  4. fiktionales Schreiben

Will heißen: bezahlte Arbeit und das Studium kommen zuerst. Alles andere muss sich diesen beiden Hauptprioritäten unterordnen. Und der Alltag will da auch noch bewältigt und eine Ehe geführt werden.

Besonders das Studium war im ersten Halbjahr dieses Jahres knüppelhart und liess einfach keine Zeit mehr zum Atmen. Dennoch, oder deswegen bin ich auch gerade so noch über die Ziellinie für das vergangene Modul geschliddert. Für das Schreiben aus Spass an der Freude, bleibt da kein Raum. Aber das ist in Ordnung. Das geht vorbei.

Aktuell wiederhole ich ein Modul, das ich beim ersten Anlauf um zwei Punkte verfehlt habe – dummerweise das Einstiegs- und einzige Pflichtmodul. Andererseits genehmigt mir das im Augenblick auch eine kleine Verschnaufpause. Bis zum Ende des Sommers lässt sich vielleicht die eine oder andere Schreibsession einschieben. Dann aber, beginnt das erste Modul des dritten Levels, ein weiteres Modul Geschichte, und ich weiss jetzt schon, dass ich dann Schreiben abseits von Arbeit und Uni völlig vergessen kann. Auch das Bloggen werde ich wohl weitgehend einstellen müssen um eine Chance zu haben, es zu bestehen. Gut möglich, dass ich sogar die bezahlte Arbeit etwas herunterfahren muss. Das vergangene Modul hab ich nur um Haaresbreite bestanden und noch ein verpatztes Modul kann ich mir dank der ‚transitional arrangements‘ nicht erlauben.

Erst 2016, wenn das letzte Modul und mein zweite „Creative Writing„-Modul startet, wird das Schreiben wieder regelmässig Platz in meinem Leben finden. Dann eben auch wieder im Rahmen des Studiums selbst.

Dennoch werde ich auf sehr niedrigem Niveau an meinem Langzeitprojekt weiterarbeiten, bzw. Recherche betreiben, wenn sich mal etwas Luft und ein freier Tag ergibt.

Einen zweiten Versuch mit der 200.000 Wort-Challange starte ich dennoch. Mal sehen, wie lange ich es durchhalten und wieviel Output dieses Jahr herumkommt.

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Author

webmail@mela.de
Mela Eckenfels schreibt seit 1997 das Internet voll, Sach- und Fachtexte für Geld und Spaß und Fantasy, Science Fiction sowie historische Literatur aus Passion. Nebenbei studiert sie Geschichte und Creative Writing an der Open University.

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